Ein Jahr nach meiner letzten Tour nach Bulgarien wollte ich noch einmal in dieses schöne Land mit der abwechslungsreichen Natur. Diesmal aber nicht als Workshop, sondern mit Thomas. Es ging mit dem Mietwagen quer durchs ganze Land. Unterkünfte hatten wir nicht vorgebucht, so waren wir flexibel und es klappte auch super, es reichte meist, einen Tag vorher zu buchen.Am ersten Stop in Dimitrowgrad hatten wir ein Blaurackenhide für einen halben Tag gebucht. Ganz in der Nähe am Fluß Mariza fanden wir aber auch sehr gute Möglichkeiten zum Fotografien von Bienenfresser, Wiedehopfund verschiedenen Würgerarten. Besonders freuten wir uns über ein Maskenwürgerpärchen, den hatte ich vorher noch nie gesehen. Weiter ging es nach 3 Tagen nach Madzharovo, hier war unser Hauptziel das Geierhide, welches ich schon 2024 besucht hatte. Und es lohnte sich, diesmal war neben Gänsegeier und Mönchsgeier auch ein Goldschakal zugegen. Am Tal der Arda versuchten wir Insekten und Amphibien zu finden, besonders Spaß machte die Fotografie der Schwalbenschwanzhafte, die wir dort in großer Zahl fanden, es sind schon beeindruckend große Insekten. Ein ganz großes Ziel der Reise vor allem für Thomas waren die Zwergohreulen. Die kann man zwar in Bulgarien in der Nacht oft hören aber sie zu fotografieren ist sehr schwierig. Im Park von Madzahrovo hörten wir einige Rufe und versuchten in der Nacht unser Glück mit Taschenlampen - und es funktionierte, es gelangen einige gute Bilder. Am nächsten Tag fanden wir sogar eine der gut getarnten Eulen zur Mittagszeit. Von Madzharovo fuhren wir in richtung Schwarzes Meer, in der Hoffnung, dort pelikane und Flamingos abzulichten. Leider gelang das nicht, Pelikane fanden wir gar keine und Flamingos nur in großer Entfernung. Trotzdem fanden wir einen Platz in Burgas, wo wir Seeschwalben und verschiedene Limikolen fotografieren konnten. Auch gute Bilder Blaßspötter und Seidensänger gelangen in den Schilfgebieten nahe der Stadt. Unser nächstes Ziel war Rusenski Lom, ein Naturschutzgebiet im Norden von Bulgarien. Landschaftlich ist es dort sehr schön, die Flüsse bilden kleine Canyons, in den Felswänden brüten Uhus, Steinadler und Alpensegler. Letztere konnten wir ganz gut fotografieren, auch Bilder Sperbergrasmücke und kappenammer gelangen. Unser letzter Stop sollte auch der ergiebigste werden, in der Nähe der Donau fanden wir ein Dorf mit einem sehr gastfreundlichen Ehepaar, welche uns einige gute Stellen zum Fotografieren von Blauracken, Bienenfresser, Wiedhöpfen und Steinkäuzen zeigten. Leider regnete es jetzt 3 tage hintereinander und viel gute Möglichkeiten konnten wir nicht nutzen. Trotzdem gelangen viele gute Bilder, neben Vögeln konnten wir auch Schildkröten und Wechselkröten auf die Speicherkarte bannen, letztere riefen bei dem Regenwetter sogar mitten am Tag. 12 Tage voller Erlebnisse lagen hinter uns, die Speicherkarten waren gut gefüllt, wir waren mit der Ausbeute sehr zufrieden.